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Educational Center for Sustainable Development, Berlin-Spandau
BeschrÄnkter Wettbewerb

Ziel unseres Entwurfs ist es, den ursprünglichen Charakter der alten Hofstelle zu bewahren und die vorhandenen Gebäude zurückhaltend zu ergänzen. Wir verzichten daher auf unnötige Lückenschließungen zwischen den Bestandsbauten. Das Umweltbildungszentrum soll zu einem Ensemble freistehender Gebäude werden.

Um die wichtige Blickverbindung zwischen dem Hof und dem Garten nicht zu blockieren, soll dieser Bereich nicht bebaut werden. Hof und Garten werden so als eine in Blickkontakt stehende Raumfolge wahrgenommen. Um die Bestandsgebäude von Anbauten weitestgehend freizuhalten, soll die Anlage wieder als Vierseitenhof gestaltet werden. Die neue Nutzung erfordert natürlich eine andere Gewichtung der Gebäude. Während das ehemalige Gutshaus wegen des Blicks zur Havel den Kopf der Anlage auf der Ostseite bildete, wird nun die zum Seminargebäude umgebaute Scheune im Westen zum Hauptgebäude der Anlage und zugleich zum Bindeglied zwischen Hof und Garten.

Der ursprüngliche Charme der Anlage resultiert insbesondere aus den lebhaften Mauerwerksoberflächen, deren unterschiedliche Texturen die vergangenen Bau- und Umbauphasen sichtbar machen. Statt einer umfangreichen Sanierung sollen diese Oberflächen nur dort, wo es technisch notwendig ist, repariert werden und behalten ihren authentischen Charakter. Die neuen Räume werden als Haus im Haus in die alte Bausubstanz eingestellt.

   
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Zwei den Bestand ergänzende Neubauten werden als zweigeschossige Holzbauten errichtet. Ihre einfache Bauweise und zurückgenommene Erscheinung schaffen ein harmonisches Ensemble mit den bestehenden Backsteinbauten. Ein sich der Anlage nähernder Besucher wird so weiterhin die Scheune und das Gesindehaus als die prägenden Bauten der ehemaligen Hofstelle wahrnehmen. Wie bei den Neubauten kommen auch bei der Ergänzung der historischen Bausubstanz Holzkonstruktionen zum Einsatz.

Die Neubauten werden in Holzrahmenbauweise auf Stahlbetonsockel bzw. -keller erstellt. Wände und Decken können als Lamellenplatten oder in Stegträger-Bauweise vorgefertigt werden. Als Dämmung kommt Zellulose-Dämmstoff zum Einsatz. Im Bistro und in den Gästezimmern haben Wände und Decken Sichtholzoberflächen.

Client Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Author
UTArchitects, tim Bauerfeind, Henning von Wedemeyer
Team Tim Bauerfeind, Simona Mihaylova, Deborah Seifert, Henning von Wedemeyer
Partner Birk Zimmermann Landschaftsarchitektur
Place Berlin Spandau-Gatow
Planning AUG-Sept 2010
Size
1.500 qm BGF
services provided competition
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