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Rathaus in Lielvarde, Lettland
Internationaler Architektenworkshop, 3. Preis

Lielvarde ist eine Streusiedlung aus Einfamilienhäusern, aus der entlang der Durchgangsstraße einige Geschosswohnungsbauten herausragen. Im Ortskern, der sich um einen Obsthain in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof entwickelt hat, gibt es eine kleinere Ansammlung von Läden und eine Bushaltestelle. Um dieses Areal zu einem charakteristischen Ortsmittelpunkt zu entwickeln, plant die Stadtverwaltung, ihr Rathaus hierhin zu verlegen und den öffentlichen Raum zu beleben.

Wir schlagen vor, das zukünftige Rathaus über einen ringförmigen Fußweg an die landschaftlichem und kulturellen Erlebnisräume Lielvardes anzubinden. Die vielbefahrene Durchgangsstraße soll innerhalb dieses grünen Rings verkehrsberuhigt und höherwertiger gestaltet werden. Der Fußweg verbindet die Wohngebiete mit den vorhandenen öffentlichen Einrichtungen - der Kirche, dem Museum, dem Kulturhaus, sowie den Sport- und Spielplätzen. Entlang der Daugawa säumen Promenaden, Liegewiesen, Pontons und Stege den Uferweg.

Das Rathaus verbindet den grünen Ring und die Hauptstraße in der Mitte des Ortes. Hier umschließt es einen begrünten Dorfplatz und schafft inmitten von solitären Bauten eine vollkommen neue räumliche Situation. Der Verwaltungsbau ist von der Straße zurückversetzt und eine Pergola schwingt sich als Markthalle um den Dorfplatz herum.
In der Pergola finden Wochenmärkte und Flohmärkte statt und sie dient als überdachter Warteplatz für den Bus. Ein Kiosk wird als gläserner Einbau unter der tragenden Struktur eingebaut.

Auftraggeber Stadtverwaltung Lielvarde, Lettland
Autor Nikolaus Knebel, Henning von Wedemeyer
Team Nikolaus Knebel, Vineta Straute, Ilze Vanaga, Henning von Wedemeyer
Ort Lielvarde, Lettland
Planung 16-19 März 2006
Leistungsphasen 1-2
Konzept
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